Der gestürzte Baum – ein Gedicht

Hier das Gedicht vom vorigen Beitrag jetzt auf Deutsch…

Der gestürzte Baum

Ich hörte sie nicht mal fallen.
Tageslicht offenbarte sie mir, da wo sie lag.
So selbstverständlich ausgestreckt.
Still. Verlassen. Am Boden.

Gestern stand sie aufrecht. Groß.
Mit spindeldürren Armen gen Himmel erhoben,
In einem demonstrativen Akt der Anbetung,
Irgendwie majestätisch. Sogar trotzig.

Heute nicht.
Jene gleichen Arme erniedrigt
Mit knochigen Fingern in einem Akt der Verzweiflung ausgedehnt.
In der Hoffnung, von jemandem gefangen zu werden. Von mir? Vergeblich.

Jetzt keine Bewegung mehr. Ihre leblosen Glieder, wie eingefroren,
Fangen den verhängnisvollen Moment ein, der die Krone löste und die Königin stürzte.
Der ultimative Schnappschuss. Von einem Akt Gottes. Auffällig durch seine Abwesenheit.
Dessen Atem bläst, wo er will. So sagt man, zumindest.

Kein Zeuge mehr. Sie ist unfähig zu sprechen.Vom Kommen und Gehen.
Von verbotenen Begegnungen und Narben, die erinnern an genommene Freiheiten.
Also nimmt sie die Namen ihrer Peiniger mit ins Grab.
In ihren Gedächtnis geätzt. Nun ins Vergessen geschnitzt.

Die Ringe unter ihren Augen könnten sicher Geschichten erzählen.
Von damals, angewurzelt, als der heftige Sturm durchmarschierte. Den Untergang diktierend.
Oder vom Volk. Von Macht. Von Frieden drehen.
Sie war dabei.

Durch Regieren und Herrschen und die gemeine Zeit;
Und als das Mauerblümchen den frischen Wind herbei tanzte,
Und neunundachtzig Herbstblätter von braun zu rot in blühende Landschaften blies.
Wir vergessen, wie viel sie weiß. Nicht mehr.

Im Dreivierteltakt nahm sie jeden Blatt von dem Mund, bis sie jedes Mal blass aussah.
Die Früchte ihrer Arbeit aber rings rum in Sicht.
Wie sie, ein Atemzug Frischluft. Schützend. Nährend. Sie atmen Leben aus.
Warum habe ich sie für selbstverständlich gehalten? Ich hörte sie nicht mal fallen.
Barry Sloan

30th January 2018 Chemnitz

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A poem.

”Friederike in Germany”

I didn’t even hear her falling.
Dawn revealed her to me, there where she lay.
So matter-of-factly sprawled out on the ground.
Silent. Forlorn. Broken.

Yesterday she stood tall. Upright.
With spindly arms raised skyward,
In some demonstrative act of adoration.
Somehow majestic. Even defiant.

Not today.
Those same arms humbled,
Bony fingers now extended more in an act of desperation.
Hoping someone would catch her. Hoping I would catch her. In vain.

Now she moves not. Her lifeless limbs frozen in time,
Capturing the fateful moment that dislodged her crown and forced her bough down.
The ultimate snapshot. Of an act of God, conspicuous by his absence.
Whose breath blows where it will. Or so they say.

A witness no more, unable to speak
Of comings and goings. Of forbidden encounters or scars that recall liberties taken.
And so the names of her tormentors go with her to the grave.
Etched into her memory, carved now into oblivion.

The rings under her eyes would surely tell tales.
When rooted to the spot as that ferocious storm trooped past, dictating destruction.
Or of people and power and a peaceful turning.
She was there.

Recounting regimes and rules and the common era.
And the wallflower who danced to the wind of change,
Blowing autumn leaves from brown to red to green shoots of new life.
We forget how much she knows. No longer.

Every fall leaves her pale. But the fruits of her labour, all around to see.
Like her, a breath of fresh air. Sheltering, nourishing, expiring life.
Why did I take her for granted?
I didn’t even hear her falling.
Barry Sloan

(Chemnitz, Germany)

 

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Book Launch of English Edition!!!

engish cover-page-001I am delighted to announce that my book “Pilgern auf Irisch” will be published in English. The English title is: When the Saints go Marching.

Official launch is in Bangor, Northern Ireland (Saint Columbanus Parish Church, Ballyholme) at 11.30 am on Saturday, 21st November. This will be part of the official celebrations marking 1400 years of Columbanus. More details here.

Some blurb about the book to whet your appetite …

Why would a Northern Irish Protestant, raised in a staunchly loyalist community, hitchhike through Catholic Europe on the trail of medieval celtic monks? What role did an Ulsterman play in the creation of the European Union, and what can be done today to break down walls and bring people together? Who was Columbanus of Bangor and why are present-day librarians from all over the world indebted to him? Why does God not like zebras, has Murphy’s Law anything to do with chaos theory, and why are the Germans the reason Ireland had to wait 1900 years to get decent, straight roads?

The answers to these questions are found in ‘When the Saints go Marching’, the story of 6th century Irish saint, Columbanus, and of a 21st century sinner, the book’s author! Weaving history, politics, theology, and personal narrative together in a humorous and readable way, Sloan tells the fascinating story of Columbanus and his colleagues from Bangor and their legacy in uniting Europe. Profound moments of reflection, insight and food for thought are punctuated with hilarious episodes of breakfast with Vikings, an attack by monster bees, and lunch with a talking horse!

From November my book can be ordered from either here on my website (just drop me a line here), or over Amazon or at any good book store (ISBN 978-1-909644-95-3). Hope you like it!

Blessings

Barry

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Tour de Suisse (Final Part)

Grüezi miteinander 🙂

Nun bin ich wieder zurück in Chemnitz und möchte euch einige Zeile über die letzten zwei Etappen meine Tour de Suisse schreiben.

Am Samstag habe ich spät gefrühstückt und gute Gespräche mit den beiden St. Gallener EmK-Pastoren gehabt. Danke vielmals für eure Gastfreundschaft! Ich durfte auch noch 2-3 Stunden wieder in der Stadt verweilen… ich denke St. Gallen ist meine Lieblingsstadt in der Schweiz.

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Gute Werbung in Bregenz

Dann bin ich nach Bregenz in Österreich gefahren – zum Kesselhaus, wo der Auftritt am Abend stattfand. Diesmal war ich nicht in einer Kirche, sondern in einer Gaststätte… und ich hatte das Glück, mit zwei Profi-Musiker aufzutretenIMG_6647Wolfgang Verocai und Markus Dürst. Da wir und bis dahin nicht kannten und natürlich nie mit einander Musik gemacht haben, war  eine Probe am Spätnachmittag dran 😉 Es war eine Vergnügung mit den beiden Jungs auf der Bühne zu stehen. Die Veranstaltung war von der Bregenzer EmK-Pastor Bernfried Schnell organisiert und hieß “Nix Besondrix” – aber es war ‘was Besondres! Das Kesselhaus war voll. Das Publikum machte toll mit. Ich habe interessante Leute kennengelernt und meine eigene Lieder kamen bei den Leuten gut an. Hier ein Beispiel – Mein Song “Pilgrim”, aufgenommen in St. Gallen. Die Botschaft des Liedes – EINER hält immer für uns an, um zu helfen.) Viele Bregenzer Gemeindeglieder waren dabei und ich habe Einiges von ihrer Gemeindearbeit erfahren. Die EmK in Bregenz ist eine lebendige, offene, wachsende Gemeinde – one to watch! Es war schon 01.00 Uhr als ich Mehr lesen

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Tour de Suisse (Teil 3)

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Gallus Glocke im Dom (7. Jh.)

Gröetzi!

Gestern bin ich nach St. Gallen gereist, eine meiner Lieblingsorte in Europa! Sankt Gallen wurde durch Gallus, den irischen Mönch aus Bangor (N. Irland) im 7. Jahrhundert gegründet, und er prägt die Stadt bis heute.

Am Nachmittag habe ich eine tolle Führung durch die Stadt und vor allem durch die unglaubliche Stiftbibliothek und Dom bekommen. Ruth, ein Gemeindeglied der EmK in Sankt Gallen, Mehr lesen

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Tour de Suisse (Teil 2)

Zum Frühstück im Backpackers Hostel setze ich mich neben einen jungen Mann aus Frankreich. Zwischen Müsli und Tee habe ich erfahren, dass er die Beziehung zwischen Technologie und Soziologie studiert. Wie die Gesellschaft Technologie beeinflusst – und umgekehrt. Sehr interessant.

Bevor ich losgefahreIMG_6554n bin, habe ich einige Fotos von den Paragliders gemacht, die direkt vorm Hostel auf der Wiese gelandet haben. Sehr beeindruckend – die Farben, die Kunst, die Verrücktheit! Ich bewundere ihren Glauben 🙂 Es waren auch so viele, dass ich an Heathrow Airport denken musste, wie die Flugzeuge in Kreisen fliegen in der Warteschlange bis sie dran sind.

The Landschaft um Interlaken herum ist einfach herrlich. Ein Fest fürs Auge. Die Schweiz hat aber auch sehr viele Mehr lesen

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Tour de Suisse (Teil 1)

Ich bin gestern von Chemnitz bei strömenden Regen losgefahren. Es hat 3 Tage lang sehr stark geregnet – furchtbares Wetter fürs Fahren, aber ich bin froh, dass wir diesen Regen nicht vor 2 Wochen in Chemnitz hatten, als wir unsere Veranstaltungswoche auf dem Brühl hatten. Sehr dankbar!

Das Fahren ging trotz Regen gut. Es gab einen Unfall auf der A6 bei Kirchberg. Ein Transporter mit Schafe an Bord ist umgekippt. Übers Radio habe ich davon erfahren, als ein Polizist vom Unfall berichtete… ein Polizist Namens… “Schaeffer”. Echt. Kein Witz. Bei KIRCHberg geraten SCHAFE in Schwierigkeiten und ein SCHAEFER wird zum Helfen geschickt! Am I the only one who finds this funny? Köstlich…. außer natürlich für die armen Schafe 🙁

Gegessen habe ich unterwegs bei McDonalds – weißt du… nur weil ich kostenlos aufs Klo wollte 😉 Und dies ist mir passiert. Diese Fast-Food-Kette hat Mehr lesen

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