Weihnachtsgeschenk – Platz in der Herberge

carrick castle

Carrickfergus Castle, Nordirland

Dieses Jahr feiere ich Weihnachten mit meiner Familie in Irland… das erste Mal seit 15 Jahren! Für Josef, Maria und den Baby Jesus gab es keinen Platz in der Herberge – nur einen Tierstall. Zu Weihnachten werde ich aber meinen Truthahn-Dinner ganz schön gemütlich in Carrickfergus im Elternhaus meiner Frau genießen. Und weil ich mich so sehr darüber freue, möchte ich meinen Bloglesern heute etwas schenken :-)

Und zwar 3 kleine Weihnachtsgeschenke habe ich für euch:

1. Einige schöne Bilder meiner Heimat, Nordirland, sind jetzt auf der Website zu sehen. Ich habe vor, über Weihnachten diese Orte wieder zu besuchen – vielleicht sogar im Atlantik am Benoni-Strand zu baden! (Es kann nicht schlimmer sein, als Schwimm im Außenpool nach Saunagang!)

2. Ich möchte auch einige tolle Links zum Thema Weihnachten mit euch teilen, die momentan im Internet die Runde machen und mir gefallen haben. Mal nachdenklich, mal informativ, mal lustig, mal Zeitverschwendung ;-) Enjoy!

Es ist nicht, wie man denkt…

Edeka Kassensymphonie

Keep Christ in Christmas

Pentatonix – Lied

Und zum Schluss….als Brücke zu Punkt 3… Klartext vom Kabarettist Hagen Rether

3. Als drittes und letztes Weihnachtsgeschenk möchte ich ein signiertes Exemplar meines Buches, Pilgern auf Irisch,  jemandem schenken. Weihnachten ist das Fest der (Nächsten)Liebe. Zu Weihnachten sollen wir an andere denken… an diejenigen, denen es nicht so gut geht. Wer die Weihnachtsgeschichte kennt, weiß, dass Jesus und seine Familie Flüchtlinge waren. Kurz nach der Geburt Jesu mussten Josef und Maria mit ihrem Kind nach Ägypten fliehen. Heute ist das Thema immer noch ganz aktuell in Deutschland. Es gibt immer mehr Menschen, die von ihrer Heimat wegen Krieg, Verfolgung und Unterdrückung flüchten müssen. Meine Kirche, die das Thema Flüchtlinge und Immigranten zur Priorität gemacht hat, hielte neulich eine Internationale Konferenz zu diesem Thema  in Freudenstadt. Hier gibt es einen kurzen Bericht über die Tagung.

Nun zum Buch , das ich verschenken möchte. Unter allen denen, die mir bis 14.00 Uhr am kommenden Donnerstag (18.12.) sagen können, wann (an welchem Sonntag?) die Ev.-meth. Kirche den “Tag der Migranten” feiern wird, werde ich einer Person (per Losungsverfahren) ein signiertes Exemplar meines Buches schenken. Tipp: die Antwort findet man im o.g. Bericht :-)

Wenn du mitmachen willst, schreibe mir die Antwort und deine Adresse über das Kontaktformular hier. Deine Kontaktdaten werde ich nur für die kostenlose Zusendung des Buches verwenden, dann wieder löschen.

Als Pilger unterwegs per Anhalter durch Europa war ich immer wieder auf die Hilfe von anderen angewiesen. Ich kann mir es aber kaum vorstellen, wie es ist, wenn man als Flüchtling unterwegs ist. Ich weiß nur – egal wie kompliziert die Politik ist – Flüchtlinge, Fremde und Migranten brauchen unsere Hilfe. Lasst uns ihnen nicht nur in Europa, sondern auch in unsere Herzen, Willkommen heißen. Vielleicht gibt es doch Platz in der Herberge.

Frohe Weihnachten!

Blessings,

Barry

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Herzenslust. Das Vorbild Paulus.

Als ich im theologischen Seminar war…. damals als ich stolz war, dass mein Computer eine ganze 4 MB RAM hatte! … bin ich manchen älteren Kollegen und Professoren begegnet, die der Meinung waren, dass die Beziehung zwischen Pastoren und ihren Gemeindegliedern nicht zu eng sein darf. Als Pastor soll man Abstand haben. Er oder sie soll seine Freunde außerhalb der Gemeinde haben. Es ist besser so, sagten mancheIMG_4844 ältere Kollegen, sonst könnte es kompliziert werden. Andere Gemeindeglieder könnten z.B. meinen, dass der Pastor Favoriten in der Gemeinde hat.

Ich habe diese Mentalität nie so richtig verstanden. Aus mehreren Gründen, aber vor allem, weil ich ganz andere Bilder der Beziehung zwischen Pastor und Gemeinde in der Bibel finde. Dies wurde mir heute wieder deutlich, als ich Paulus’ Brief an die Gemeinde in Thessaloniki las (1. Thess. 2,8-9). Paulus, ein Jude, der zum Glauben an Jesus als dem lang ersehnten Messias gekommen ist, hat in Thessaloniki von diesem gekreuzigten Messias gepredigt. Einige Juden, zusammen mit anderen Nichtjuden haben sich Paulus und den christlichen Glauben angeschlossen und eine christliche Gemeinde wurde gegründet. Andere Juden waren aber von Paulus und seiner Botschaft gar nicht begeistert. Sie griffen die Christen an und Paulus musste von der Stadt bei Nacht fliehen, damit Ruhe wieder einkehrt (siehe Apg. 17).

Paulus aber hatte diese Christen in Thessaloniki in sein Herz geschlossen. Er dachte immer an sie und schrieb ihnen auch Briefe – zwei davon haben wir in der Bibel im Neuen Testament (1. & 2. Thess.) In 1. Thess. Kapitel 2, Vers 8 bekomme ich ein Bild von einem Pastor, der nicht daran interessiert ist, Abstand zu seinen Gemeindegliedern zu halten. Im Gegenteil – hier lese ich von “Herzenslust” (ein tolles Wort, finde ich, aus der Lutherbibel) des Paulus für seine Leute. Ich lese wie er sie so sehr lieb gewonnen hat. Ich lese wie Paulus nicht nur das Evangelium (buchstäblich “Gute Nachricht” von Gottes Liebe in Jesus Christus) mit den Thessalonikern teilt, sondern auch sein ganzes Leben, sein Herz! Das griechische Wort (Das NT wurde in griechisch geschrieben), das hier benutzt wird, ist “Psyche” und kann als “Seele” oder “Herz” übersetzt werden. Dadurch wird ganz deutlich – Paulus teilte sein Leben mit den Leuten, weil er eine große Liebe für sie hatte. Er wusste, was für Probleme und Schwierigkeiten sie als neue Christen hatten, und wie gefährlich es für sie teilweise war. Das war ihm nicht egal. Diese Menschen waren ihm nicht egal. Er hatte Herzenslust an ihnen. Nichts mit Distanz halten, sonst könnte es kompliziert werden!

Meine Dienstphilosophie als Pastor war immer – sei du selber. Ja, du bist Pastor, hast ein Amt, aber in erster Linie bist du Christ, ein Glaubensbruder. Ich habe versucht, nicht nur das Evangelium mit meinen Mitmenschen zu teilen, sondern auch mein Leben. Manchmal ist es mir auch gelungen. Meine Frau und ich haben gern unsere Freunde in der Gemeinde gehabt, so wie alle andere in der Gemeinde es tun. Wir haben gern zu uns eingeladen und waren gern zu Gast bei anderen. Wir sind fast jedes Jahr mit der Gemeinde in Ski-Urlaub gefahren, und auch im Sommer sind wir manchmal mit Familien aus der Gemeinde in Urlaub gefahren. Wir haben (fast ;-) immer “Herzenslust” an unsere Gemeinde gehabt, auch bei den Zeiten, wo wir uns zurückgezogen haben, um als Familie allein zu sein.

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Meine neue geistliche Heimat – INSPIRE

Paulus’ Herzenslust ging aber noch einen Schritt weiter als meine. In Vers 9 lesen wir wie Paulus Tag und Nacht gearbeitet hat, damit er der Gemeinde keine Last wird. Das heißt, Paulus war ehrenamtlich unter ihnen. Er hatte einen Job, einen Beruf als Zeltmacher. So hat er sein Geld verdient, damit er keine finanzielle Belastung für die Gemeinde wäre! Deswegen arbeitete er Tag und Nacht. Was für eine Herzenslust! Was für eine Liebe! Ich war in meiner Gemeinde als Angestellter tätig, unterstützt von den Spenden der Kirchenglieder. In diesem Sinne war ich bestimmt eine “Last”. Hätte ich ohne Gehalt eine genauso große Herzenslust an meine Gemeinde?! Mit INSPIRE will ich es versuchen :-)

Ich glaube unsere Kirche wird in Zukunft solche Dienst-Modelle wieder überlegen müssen. Ich glaube unsere Welt braucht eine Kirche mit Hirten wie Paulus. Motiviert von der Liebe; mit Herzenslust an die Menschen; und bereit, ihre “Psyche” (Herz / Seele) mit ihnen zu teilen. Ja, mit Gottes Hilfe.

Blessings,

Barry

P.S. Schon vor der offiziellen Eröffnung von INSPIRE könnt ihr uns besuchen. Am Samstag 06. Dez. zwischen 11 und 21 Uhr sind wir für den Event-und Kleinkunstmarkt am Brühl offen. Es wird eine Menge auf dem Brühl los. Bei uns könnt ihr einen Kaffee / Tee und Stück Kuchen bekommen. Für die Kinder gibt es Laterne-Basteln. Herzliche Einladung!

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INSPIRE. Mit Gottes (und Menschen) Hilfe inspirierend sein.

Seit Wochen sind wir dabei, unsere INSPIRE-Räume zu renovieren. Wir haben noch Einiges zu tun, aber wir werden alles schon bis zu unserer offizielle Eröffnung fertig haben. Am 17. Januar, 19.30 Uhr, wollen wir die Eröffnung von INSPIRE (Brühl 49, Chemnitz) feiern!  Da kann man unsere Räume anschauen und unser Vorhaben auf dem Brühl näher kennenlernen. Ich werde auch von meinem Buch “Pilgern auf Irisch” vorlesen und meine Band “Green Island” spielt schöne irische Musik zum Mitmachen :-)Unbenannt-1.indd

Wir freuen uns, dass wir mit dem Sanieren und Renovieren bald ein Ende haben und mit unserem Programm anfangen werden. Immer wieder werde ich gefragt, wie man uns auch finanziell helfen kann. Vielleicht ist es an dieser Stelle hilfreich, darüber zu reden, wie wir unser Projekt finanzieren:

1. Wir spenden selber – jeIMG_5218der in unserem kleinen Team gibt so wie er kann und möchte.

2. Wir halten unsere Kosten so niedrig wie möglich:

– wir müssen keine Gehaltskosten zahlen. Wir sind ehrenamtlich dabei.

– wir haben unsere Inneneinrichtung selber gebaut bzw. Möbelstücke von der Mülldeponie gerettet und kreativ recycelt

– wir haben Partner gefunden, die unsere Vision verstehen und uns helfen, diese Vision zu verwirklichen.

– wir haben einen kleinen Spendenkreis aus Freunden und Sponsoren, die unsere Arbeit unterstützen. Wir haben auch nichts dagegen, wenn dieser Spendenkreis weniger klein wird ;-) Also, melde dich, wenn du unsere Arbeit unterstützen möchtest.

Ich schenke das Autorenhonorar meines Buches zu 100% an u.a. das INSPIRE-Projekt. Wer mein Buch kauft, unterstützt das Projekt! Finde ich toll.

Also….. lies was Gutes und tue was Gutes ;-)

Ich wünsche euch allen einen gesegneten 1. Advent!

Blessings,

Barry

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Herzen berühren. Menschen bewegen. Brühl beleben.

Zu DDR-Zeiten war der Brühl Boulevard in Chemnitz eine schöne Einkaufsmeile. Schon lange aber nicht mehr. Die Geschäfte von damals sind weg, und seit Jahren haben die vielen leerstehenden, umsanierten Häuser dieses Stadtviertel geprägt. Das alles wird aber bald auch Geschichte sein! Wer heute über den Brühl läuft, kann eigentlich nur staunen über die positive Entwicklung. (Ja, natürlich kann man über dies und jenes meckern, aber ich mag es, das Gute zu sehen – es gibt genug Leute, die immer das Schlechte sehen.) Die Stadt Chemnitz und ihre Tochterfirma GGG investiert einen Millionenbetrag jährlich auf den Brühl; viele Häuser werden gerade saniert; neue Geschäfte sind auf den Brühl gezogen, es gibt spannende neue Community-Aktionen und kulturelle Angebote; und immer mehr Menschen verbringen Zeit auf diesem immer schöner werdenden Boulevard!IMG_4390

Meine Frau und ich, zusammen mit einigen anderen ehrenamtlichen Mitstreitern, sind dabei, ein neues Projekt im Brühlviertel zu starten. Unser Projekt heißt INSPIRE. Das Wort kommt aus dem Lateinischen und bedeutet so viel wie (hin)einhauchen, begeistern, anregen, beflügeln, beseelen. Wir wollen uns von Gott inspirieren lassen und durch unsere Präsenz auf dem Brühl unsere Mitmenschen auch ein Stück inspirieren.

Unser Motto lautet: Herzen berühren. Menschen bewegen. Brühl beleben. Wir glauben, wenn das Herz berührt wird, wird der Mensch schneller bereit sein, in Bewegung zu kommen und aktiv werden, um selber seine Umwelt positiv zu beeinflussen. Das ist unsere Hoffnung und unser Gebet für den Brühl. Dafür will auch Team-INSPIRE sich einbringen. Wir sind aber nicht allein. Es sind auch andere Akteure, die ein Herz für den Brühl haben und aktiv an der kreativen Neubelebung dieses Stadtteils mitwirken. Darunter sind ein Graffiti-Künstler, eine Textildesignerin, ein cooler Friseur Salon, ein etabliertes Hotel, ein neues Café und andere engagierte Bürger. Wir sind alle so verschieden, aber sind trotzdem gemeinsam unterwegs, wenn es darum geht,  Community zu bauen und den Brühl zu beleben.

IMG_5215Unsere nächste gemeinsame Aktion findet am 06. Dezember statt. Von 10-22 Uhr wird es ein Kleinkunst und Eventmarkt auf dem Brühl geben… mit Livemusik, Workshops, Gewinnspiele, Mitmachaktionen und ein Markt mit selbst gemachten Produkten von Handwerkern. Mehr Infos hier.  Obwohl INSPIRE noch nicht offiziell geöffnet hat, werden wir unsere (nicht ganz fertige) Räume (Brühl 49) am 06. Dez. für diese Aktion öffnen. Bei uns wird man mit den Kids Laterne basteln (für den Laternenumzug am Abend), oder einfach Kaffee und Kuchen (auf Spendenbasis) genießen können.

Die offizielle Eröffnung von INSPIRE wird erst am 17. Januar 2015 stattfinden (mehr dazu im nächsten Blog), aber wir würden uns freuen, euch am 06. Dezember zu sehen. Hinweis – wir werden erst ab 11 Uhr offen haben!

Blessings,

Barry

P.S. Hast du den Schreibfehler gefunden? Siehe Punkt 2 hier ;-)

P.P.S. Mein Blog abonnieren? Siehe rechts.

P.P.S. Verteilen auf Facebook, Twitter usw. hilft. Siehe Buttons unten rechts.

 

 

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Wir sind ‘N’

Ich hatte in den letzten Wochen die Gelegenheit, mein Buch, Pilgern auf Irisch, an verschiedeneN OrteN vorzustellen. Bei einigeN BuchlesungeN habe ich meine Bücher für die Leserinnen und Leser signieren dürfen. Wenn ich ein Buch signiere, schreibe ich oft den folgenden Spruch ins Buch: “Gottes Segen auf alleN WegeN!” Den Spruch mag ich einfach und er passt gut zum Thema Pilgern.

Bei den ersteN BücherN, die ich signiert habe, habe ich aber einen Schreibfehler gemacht. Jedem deutschen Muttersprachler wäre es aufgefallen, aber mir nicht. Ich habe geschrieben: “Gottes Segen auf alle deine Wege!” Ich habe das ‘N’ vergessen! (Tja, die Präpositionen mit Dativ waren mir immer ein Dorn im Auge). Mit diesem Rechtschreibfehler habe ich mehrere Bücher signiert, ohne dass jemand mir was gesagt hat bzw. mich korrigiert hat.

Erst als ich neulich im Schwabenland Bücher signiert habe, hat jemand sich getraut und mich wegen meines Rechtschreibfehlers (Genitiv, liebe Leute – nicht vergessen!) angesprochen. Ich habe mich bei dieser Person bedankt, musste aber schmunzeln – aus zwei GründeN. Erstens dachte ich an alle Leute, die einen fehlerhaften Segensspruch in ihrem Buch jetzt haben (Relax – Gott wird trotzdem segnen). Zweitens, fand ich es ironisch, dass unbedingt ein Schwabe mich darauf anspricht, dass das ‘N’ fehlt. Die Schwaben vergessen fast immer das ‘N’!!! Zum

Das arabische 'N'

Das arabische ‘N’

Beispiel:  “saga” = sagen; “Fada” = Faden; “Waga” = Wagen. Guckt mal am besten dieses Video von Harald Schmitt an – es ist lustig, und zeigt deutlich, was ich meine….nämlich dass die Schwaben etwas gegen den Buchstaben ‘N’ haben ;-)

Seit einigeN MonateN benutzen viele den Buchstaben ‘N’ in der arabischen Schrift als Profilbild bei Facebook oder Twitter. Das arabische ‘N’ zeigt Solidarität mit deN verfolgteN ChristeN in Iraq (‘N’ für ‘Nazarener’ – so bezeichnen arabische Muslime Christen). Die Mitglieder der Terroristengruppe IS haben den arabischen Buchstaben ‘N’ an die Haustüren der Christen geschrieben, um sie als ‘Ungläubige’ zu identifizieren. Viele der Christen in StädteN wie Mossul in Iraq sind dadurch ums Leben gekommen. Als Symbol des Widerstands haben arabische Christen – und inzwischen Christen in aller Welt – übrigens auch Muslime! – eine Kampagne gestartet: “Wir sind ‘N'”. Wir sind diejenigen, die wegen unseres Glaubens verfolgt werden.

Weltweit sind Christen die am meisten verfolgte Glaubensgruppierung.

Heute schreibe ich ein grosses ‘N’ überall in diesem Beitrag, wo eine Präposition mit Dativ vorkommt. Aber nicht nur deswegen. Auch weil ich ‘N’ bin. Ich leide mit meinen SchwesterN und BrüderN, die wegen ihres Glaubens verfolgt werden. Wir sind ‘N’. #oneworld

 

Blessings,

Barry

P.S. Das Thema Widerstand passt zum Thema der Woche – 25 Jahre Mauerfall. Am Sonntag, 09. November, werde ich einen neuen Beitrag dazu schreiben ….ausnahmsweise auf englisch.

 

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Tue etwas, was dir Angst macht

Freitag ist Halloween. Ja auch wenn der 31. Oktober Reformationstag ist, ist Halloween – dank(?) dem US-amerikanischen Einfluss – wichtiger hier in Deutschland geworden. In Läden, Supermärkten und im Fernsehen sind Geister, Hexen, Vampire und  andere Gruselfiguren überall zu sehen. Offensichtlich mögen wir Menschen es, wenn wir ein wenig Schiss bekommen.

Warum feiert inzwischen jeder Fünfte in Deutschland Halloween? Liegt es hauptsächlich an gutem Marketing? Die Umsätze steigen – Kommerz ist König! Oder hat es schlicht und einfach damit zu tun, dass die Menschen schon wieder einen Grund benötigen, um der Routine ihres Alltags zu entfliehen? Ihr Leben könnte ein bissel mehr Spannung und Fantasie vertragen. Ja, vielleicht sogar Angst!

do scareyLetzte Woche habe ich einen interessanten Zitat gelesen, der zu diesem Thema ganz gut passt. Der Spruch hat mich gleich angesprochen: “Do one thing every day that scares you.” (“Tue etwas jeden Tag, was dir Angst macht.”) Der Spruch hat nichts mit Halloween zu tun. Es geht hier auch nicht um anderen Leuten Angst machen. Nein, ich verstehe den Spruch als Ermutigung bzw. Herausforderung, mein Komfort-Zone zu verlassen und etwas Neues ausprobieren. Es geht für mich ein Stück um das Leben leben. Manchmal brauche ich einfach diesen Schubs. Es ist immer einfacher, auf eine Nummer sicher zu gehen. Nichts riskieren. Nichts anfangen, falls es nicht gelingt. Aber, als der kreative Geist Gottes seinen Atem in unser Leben eingehaucht hat, war es nicht nur damit wir existieren, sondern damit wir auch wirklich leben! (Joh. 10,10) Deswegen möchte ich den Mut haben, immer wieder mein Komfort-Zone zu verlassen, auch wenn es mir manchmal Angst macht. Natürlich will ich mir genau überlegen, warum ich eine bestimmte Sache mache. Das Ziel ist nicht Angsthaben – das wäre wirklich blöd. Nein, ich will schauen wie ich als Mensch wachsen und gedeihen kann. Wo kann ich mehr Gottvertrauen gewinnen? Vielleicht entdecke ich neue Gaben in mir und neue Erkenntnisse über mich? Vielleicht lerne ich dadurch neue Leute kennen oder ich kann neue Erfahrungen sammeln. Bestimmt gibt es dabei auch neuen Stoff für einen Blogeintrag ;-)

Wer von euch möchte mitmachen? Tue etwas, was dir Angst macht. Lebe deine Träume (nicht umgekehrt). Wie könnte das aussehen? Hier einige Beispiele:

– gehe zur Aerobic-Klasse

– schreibe ein Buch

– besuche einen Gottesdienst

– lade jemanden (du weißt, wen ich meine) zum Kaffeetrinken ein

– lerne Gitarre-Spielen

– beginne einen Kurs in der Volkshochschule

– gründe eine Firma

– schwimme gegen den Strom

– sag nein

– sag ja

– sag deinem Partner genau wie du dich fühlst

– spendiere ein Zehntel deines Einkommens an Menschen in Not

– starte eine Nachhilfegruppe für Schüler, die benachteiligt sind

– think outside the box

– hinterfrage die Art und Weise wie wir Kirche gestalten

 

Also, dieses Jahr zu Halloween können wir unseren eigenen persönlichen Reformationstag erleben, in dem wir eine Entscheidung treffen, unser Komfort-Zone zu verlassen. Wollen wir etwas tun, das uns Angst macht? Es muss aber nicht unbedingt jeden Tag sein. Zu viel Schiss ist auch nicht gut ;-)

 

Blessings,

Barry

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