Tue etwas, was dir Angst macht

Freitag ist Halloween. Ja auch wenn der 31. Oktober Reformationstag ist, ist Halloween – dank(?) dem US-amerikanischen Einfluss – wichtiger hier in Deutschland geworden. In Läden, Supermärkten und im Fernsehen sind Geister, Hexen, Vampire und  andere Gruselfiguren überall zu sehen. Offensichtlich mögen wir Menschen es, wenn wir ein wenig Schiss bekommen.

Warum feiert inzwischen jeder Fünfte in Deutschland Halloween? Liegt es hauptsächlich an gutem Marketing? Die Umsätze steigen – Kommerz ist König! Oder hat es schlicht und einfach damit zu tun, dass die Menschen schon wieder einen Grund benötigen, um der Routine ihres Alltags zu entfliehen? Ihr Leben könnte ein bissel mehr Spannung und Fantasie vertragen. Ja, vielleicht sogar Angst!

do scareyLetzte Woche habe ich einen interessanten Zitat gelesen, der zu diesem Thema ganz gut passt. Der Spruch hat mich gleich angesprochen: “Do one thing every day that scares you.” (“Tue etwas jeden Tag, was dir Angst macht.”) Der Spruch hat nichts mit Halloween zu tun. Es geht hier auch nicht um anderen Leuten Angst machen. Nein, ich verstehe den Spruch als Ermutigung bzw. Herausforderung, mein Komfort-Zone zu verlassen und etwas Neues ausprobieren. Es geht für mich ein Stück um das Leben leben. Manchmal brauche ich einfach diesen Schubs. Es ist immer einfacher, auf eine Nummer sicher zu gehen. Nichts riskieren. Nichts anfangen, falls es nicht gelingt. Aber, als der kreative Geist Gottes seinen Atem in unser Leben eingehaucht hat, war es nicht nur damit wir existieren, sondern damit wir auch wirklich leben! (Joh. 10,10) Deswegen möchte ich den Mut haben, immer wieder mein Komfort-Zone zu verlassen, auch wenn es mir manchmal Angst macht. Natürlich will ich mir genau überlegen, warum ich eine bestimmte Sache mache. Das Ziel ist nicht Angsthaben – das wäre wirklich blöd. Nein, ich will schauen wie ich als Mensch wachsen und gedeihen kann. Wo kann ich mehr Gottvertrauen gewinnen? Vielleicht entdecke ich neue Gaben in mir und neue Erkenntnisse über mich? Vielleicht lerne ich dadurch neue Leute kennen oder ich kann neue Erfahrungen sammeln. Bestimmt gibt es dabei auch neuen Stoff für einen Blogeintrag 😉

Wer von euch möchte mitmachen? Tue etwas, was dir Angst macht. Lebe deine Träume (nicht umgekehrt). Wie könnte das aussehen? Hier einige Beispiele:

  • gehe zur Aerobic-Stunde
  • schreibe ein Buch
  • besuche einen Gottesdienst
  • lade jemanden (du weißt, wen ich meine) zum Kaffeetrinken ein
  • lerne Gitarre spielen
  • beginne einen Kurs in der Volkshochschule
  • gründe eine Firma
  • schwimme gegen den Strom
  • sag nein
  • sag ja
  • sag deinem Partner genau wie du dich fühlst
  • spendiere ein Zehntel deines Einkommens an Menschen in Not
  • starte eine Nachhilfegruppe für Schüler, die benachteiligt sind
  • think outside the box
  • hinterfrage die Art und Weise wie wir Kirche gestalten

Also, dieses Jahr zu Halloween können wir unseren eigenen persönlichen Reformationstag erleben, in dem wir eine Entscheidung treffen, unser Komfort-Zone zu verlassen. Wollen wir etwas tun, das uns Angst macht? Es muss aber nicht unbedingt jeden Tag sein. Zu viel Schiss ist auch nicht gut 😉

Blessings,
Barry

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Ein Gedanke zu „Tue etwas, was dir Angst macht

  • 28. Oktober 2014 um 21:40
    Permalink

    Ich nehme diese Anregung auf in mein “daily Mind workout”, Barry.
    Heute wird mein Tagebucheintrag dazu lauten “ich habe mich zum ersten mal in die Frühschwimmergruppe gewagt – niemanden gekannt – inklusive Wassertemperatur. Ich war besorgt und unsicher – aber es hat sich gelohnt, die Komfortzone um 6:40 h zu verlassen. Der Start in den Tag war fantastisch.

    Ich bin noch mehr gespannt was ich morgen abend aufschreiben werde ;-))
    Lydia

    Antwort

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