Happy Saint Patrick’s Day!

Patrick zu Ehre könnt ihr einen Abschnitt aus meinem Buch “Pilgern auf Irisch” lesen. (Deutsch und Englisch)

In honor of Saint Patrick I include here a few paragraphs from my book (currently only available in German):

ENGLISH (Deutsch weiter unten)

Patrick was captured in Britannien by celtic invaders and brought back to Ireland as a slave. Patrick played a major role in the spread of Christianity in Ireland.

“Julius Caesar invaded Britain in 55 BC, extending Rome’s Empire to the western edges of Europe. By AD 82 Gnaeus Julius Agricola, then governor of Britain and in command of the XX Legion and the Irish Sea flotilla, was ready to set sail for Ulster in order to conquer this island (Hibernia) for the Empire. However, it was never to be. A legion of German conscripts stationed in Galloway mutinied, forcing Roman Emperor DomCeltic Cross 065itian to order his governor north to quell the disturbances. By the time Governor Agricola returned, the cracks in the Roman Empire were beginning to show, and the Romans were now forced to retreat behind Hadrian’s wall, with other matters to occupy them rather than an invasion of Ulster.
Thanks to the Germans, Ireland remained unconquered by the Romans, and as a result we had to wait another nineteen hundred years for decent straight roads!
In the fourth and fifth centuries the Roman Empire was facing attack from German speaking peoples from central and northern Europe. This led to more and more legions being withdrawn from the outposts of the Empire to defend Rome, leaving Roman Britain prey to barbarian invaders. The Picts attacked from the north, the English from the east, and the Irish from the west. The raiding Irish tribes brought back treasures or captives from Roman Britain to Ireland, one of them being a young man called Patricius (Patrick), who along with others would ensure that if the Roman Empire did not reach Ireland, at least its religion would.
As a slave, Patrick tended sheep for six years in the area known today as County Antrim in Northern Ireland. Facing constant coldness and hunger, he was comforted and strengthened by his Christian faith, until he was finally able to escape on a pirate ship and return to his native Britain. God, who obviously has a sense of humour, then appeared to Patrick in a vision, calling him back to Ireland, this time as a missionary, bringing the Christian faith to his one-time captors. When I see how the two sides of the religious divide in Northern Ireland fight over Saint Patrick and whose side he would be on today, I despair. I can’t help thinking how great it would be if more Ulster people experienced and lived out their faith the way Patrick did – a faith that enables one not only to move on from the past, but to actually go back and serve the ones who caused you so much hurt in the past. Now that’s what I call conversion!” (From chapter 2, Pilgern auf Irisch)

DEUTSCH

Der 17. März ist Saint Patrick’s Day. Patrick wurde bei einem Angriff auf Britannien von den Kelten gefangen genommen. Durch ihn wurde das Christentum in Irland verbreitet.

“Julius Cäsar marschierte im Jahr 55 vor Christus in Britannien ein und erweiterte damit die Grenzen des Römischen Reiches bis an die westlichen Ränder Europas. Gnaeus Iulius Agricola, damals Statthalter Britanniens und Kommandeur der XX. Legion sowie der Flottille in der Irischen See, hatte sich im Jahr 82 nach Christus bereit gemacht, die Segel in Richtung Ulster zu setzen, um die Insel Irland (Hibernia) für das Reich einzunehmen. Was allerdings nie geschah. Eine in Galloway stationierte Legion deutscher Rekruten meuterte, so dass der Römische Kaiser Domitian gezwungen war, seinen Statthalter nach Norden zu senden, um dort den Aufstand niederzuschlagen. Als der Statthalter Agricola zurückkehrte, zeigten sich erste Risse im Römischen Reich und die Römer waren gezwungen, sich bis hinter den Hadrianswall zurückzuziehen, wo sie mit ganz anderen Dingen als einer Invasion in Ulster beschäftigt waren.
Den Deutschen haben wir es also zu verdanken, dass Irland von den Römern nicht besiegt wurde – was zur Folge hatte, dass wir weitere neunzehnhundert Jahre warten mussten, bis wir vernünftige, gerade Straßen bekamen.
Im vierten und fünften Jahrhundert wurde das Römische Reich von deutschsprachigen Völkern aus Mittel- und Nordeuropa angegriffen. Das führte dazu, dass immer mehr Legionen von den Außenposten des Imperiums abgezogen wurden, um Rom zu verteidigen. Das römische Britannien hingegen wurde barbarischen Eroberern als Beute überlassen. Die Pikten griffen aus dem Norden an, die Engländer aus dem Osten, die Iren aus dem Westen. Plündernde irische Stämme brachten Schätze und Gefangene aus dem römischen Britannien mit nach Irland. Einer dieser Gefangenen war ein junger Mann namens Patricius. Nachdem die Römer nicht bis Irland gekommen waren, sorgte er zusammen mit anderen dafür, dass zumindest ihre Religion es schaffte.
Als Sklave hütete Patrick sechs Jahre lang Schafe in einer Gegend, die in Nordirland heute als County Antrim bekannt ist. Er litt ständig unter Kälte und Hunger, wurde aber bei allem durch seinen christlichen Glauben getröstet. Eines Tages gelang ihm auf einem Piratenschiff die Flucht und er kehrte zurück in sein Heimatland Britannien. Aber Gott, der offensichtlich Sinn für Humor hat, erschien Patrick im Traum und rief ihn zurück nach Irland. Dieses Mal sollte er als Missionar dort hingehen, um seinen ehemaligen Entführern den christlichen Glauben zu bringen. Wenn ich daran denke, wie beide Seiten der religiösen Kluft in Nordirland sich heute um den heiligen Patrick streiten und darüber, auf welcher Seite er stehen würde, könnte ich verzweifeln. Ich stelle mir oft vor, wie großartig es wäre, wenn noch mehr Menschen aus Ulster ihren Glauben so erfahren und leben würden, wie Patrick es getan hat. Ein Glaube, der nicht nur dazu befähigt, nach vorn zu blicken und weiterzugehen, sondern auch dazu, zurückzugehen und gerade denen zu dienen, die einem so viel Schmerz und Verletzung zugefügt haben. Denn das ist wahre Bekehrung.” (Pilgern auf Irisch)

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